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Der GTEV „Eichenlaub“ Stamm Götting geht aus dem GTEV „Griabinga“ Bruckmühl, später „Eichenlaub“ Bruckmühl hervor. Am 14. und 17. März 1906 erschien im Aiblinger Wochenblatt ein Inserat, das die Mitglieder des GTEV „Griabinga“ Bruckmühl zu einer Zusammenkunft am 18. März einlud. Eine 19 Mann starke Versammlung beschloss im Vereinslokal bei Michael Sareiter in Sonnenwiechs, einen neuen Verein zu gründen. Als Grund zur Neugründung gab der Chronist wie folgt an: „Beim alten Verein hatte sich verschiedenes Unpassendes eingeschlichen“. Max Stadler verlas die von ihm vorläufig aufgesetzten Statuten. Einige Paragraphen wurden von den Anwesenden beanstandet und abgeändert. Abschließend stimmte die Versammlung über die Vereinsstatuten ab. Sie wurden einstimmig angenommen. Ein Antrag zur Führung des NamensGTEV „Eichenlaub“ Bruckmühl fand die Zustimmung aller Anwesenden.
Der Verein wurde bei der Gemeinde Götting angemeldet und das Königliche Bezirksamt Aibling genehmigte die Vereinsstatuten. Ferner beschloss man, dass alle Mitglieder, welche dem Verein vor der Monatsversammlung beigetreten sind, als Gründungsmitglieder anzusehen sind.
Gründungsmitglieder: Max Stadler (1. Vorstand), Leonhard Sareiter (2. Vorstand), Michael Sareiter (Kassier), Alois Lampl (Schriftführer), Simon Eisner, Gustav Maier, Korbinian Neumeier, Georg Thurmeier, Johann Kolb, Johann Neumeier, Sebastian Poschenrieder, Martin Poschenrieder, Xaver Vogl, Johann Berndl, Lukas Stadler, Benno Grasdanner, Georg Bauer, Johann Zußeder, Gottlieb Brüstle.
Das Vereinslokal blieb in Sonnenwiechs.
Am 11./12. August 1906 entsandte man zwei Mitglieder des Vereins zur Delegiertenversammlung des Gauverbandes I der Oberbayerischen Gebirgstrachtenerhaltungsvereine nach Traunstein. Der Verein wurde bei der Delegiertenversammlung einstimmig in den Gauverband I aufgenommen. Die Aufnahmegebühr betrug einschließlich der Aufnahmeurkunde sieben Mark. Von Seiten des Vereins beteiligten sich am 12. August sieben Mitglieder am Gaufest. Zwei Mitglieder erhielten als Delegierte je 3,00 Mark als Entschädigung sowie die übrigen Teilnehmer je 1,00 Mark aus der Vereinskasse.
Am 9. September 1906 war eine Monatsversammlung im Vereinslokal. Bei der notwendig gewordenen Neuwahl wurde Georg Bauer als 1. Vorstand und Hans Kolb als Vorplattler gewählt. Alle anderen Männer behielten ihren Posten. Am 8. und 9. September 1906 beteiligten sich zwei Mitglieder an der Fahnenweihe unseres Brudervereins „Alpina“ Salzburg. Gauschriftführer Bauer wurde für die Überbringung des Fahnenbandes ein herzlicher Dank ausgesprochen.
In der Monatsversammlung am 3. März 1907 wurde beschlossen, eine Fahne anzuschaffen, welche 350 Mark kostete. Die Fahnenweihe wurde auf den 6./7. Juli 1907 festgelegt. Schirmherr und Fahnenmutter waren Freiherr und Freifrau von Cramer-Klett. Als Pate konnte der Trachtenverein „d’Mangfalltaler“ Westerham gewonnen werden. Wertvolle Fahnenbänder stifteten seine königliche Hoheit Prinzregent Ludwig sowie Freifrau von Cramer-Klett. 104 Brudervereine mit ihren prachtvollen Fahnen begleiteten den neu gegründeten Verein im Festzug nach der Weihe zum Festplatz. Mit Fortsetzung der Festkonzerte und Ehrentänze „schloß´ die here Festlichkeit, die in all ihren Teilen sich eines gelungenen Verlaufes erfreute!“
Unsere erste Fahne
Beschreibung der ersten Fahne: Auf der einen Seite der ersten Fahne ist der alte Trachtenleitspruch „Treu der alten Sitt und Tracht“, sowie ein Abbild von der Burg Hohenaschau (Sie war im Besitz der Familie Cramer-Klett von 1610 bis 1942) zu sehen. Auf der anderen Seite ist das Bildnis vom hl. Isidor mit dem Vereinsnamen Gebirgstrachtenerhaltungsverein Eichenlaub Bruckmühl, sowie die Jahreszahlen 1906 bis 1907.
Für die folgende Zeit wird im Protokollbuch von einer regen Vereinsaktivität berichtet. Am 15. November 1908 trat Vorstand Georg Bauer zurück. Sein Nachfolger wurde Leonhard Sareiter bis 1911. Danach hieß der erste Vorstand Georg Ettenhuber. Wie jener konnte auch sein Nachfolger Peter Wiesböck nur kurz das Amt ausüben, da beide zum Militär mussten. Auch Vigil Poschenrieder leitete nur kurze Zeit den Verein. Am 10. Mai 1913 wurde Baptist Schnitzenbaumer zum Vorstand des GTEV „Eichenlaub“ Bruckmühl gewählt. Die Monatsversammlung am 19. April 1914 sollte für lange Zeit die letzte gewesen sein. Der erste Weltkrieg brach aus. Dieser brachte einen Stillstand ins Vereinsleben.
Endlich war es am 15. Mai 1920 möglich, nach sechs Jahren wieder das Vereinsleben aufzunehmen. Wegen Lichtmangel musste die Versammlung aber frühzeitig abgebrochen und verschoben werden. Am 26. September 1920 fanden sich 30 Männer zur Generalversammlung im Vereinslokal in Waith ein. Der Verein erhielt den Namen „Eichenlaub“ Stamm Götting. Bei der Neuwahl wurde August Schmid zum ersten Vorstand gewählt. Das Vereinslokal war von nun an das Gasthaus Mayer in Waith.
Die Aktivitäten blühten wieder auf. Beim Gaufest vom Chiemgau-Alpenverband in Bad Aibling erhielt der Verein einen 1. Meistpreis und 2. Ehrenpreis. Die Schuhplattler nahmen mit Erfolg am Preisplattln bei den „Oberlandlern“ in Bad Aibling teil. Auch ein Trachtenball wurde abgehalten. Zu diesem waren „nur Personen in voller Tracht“ zugelassen, wie der Chronist berichtet.
Der Verein erhielt bei der deutschen Trachtenschau 1922 in Nürnberg einen Ehrenpreis sowie am 2. 8.1925 in Endorf einen Humpen als Geschenk. In Götting hat man ja in guten und schlechten Zeiten schon immer zu feiern gewusst und den Fasching haben die Göttinger nie ausgelassen. So berichtete das Aiblinger Wochenblatt am 8. Februar 1928: Seit 33 Jahren gab’s kein solches Fest mehr. Das Großartigste war der Kuchelwagen. Die Brautkuh war eine absolute Sehenswürdigkeit, gab sie doch Milch in beliebiger Menge umsonst ab und die Bruckmühler Molkerei verzichtete sogar auf die wasserige Milch. Die zivile Kopulation wurde beim Gasthof Eder abgehalten und dort fand auch das Hochzeitsmahl statt.
Gaufest in Bad Aibling 1926 – das Hirschgeweih rechts hängt heute noch beim Flötzinger Wirt in Götting
Götting vor 1929
August Schmid legte am 10. November 1928 sein Amt nieder. Als sein Nachfolger wurde Lorenz Peinhofer gewählt. Beim Stiftungsfest 1931 in Kolbermoor bekam der Verein von der Gemeinde Kolbermoor einen Ehrenpreis.
Die Zeit der „braunen Machthaber“ hatte auch für den Verein Auswirkungen, wie Schriftführer Sigmund Kriechbaumer im März 1933 niederschrieb: „Da in diesem Jahr die Versammlungen größtenteils verboten waren oder nur mit bezirksamtlicher Erlaubnis stattfinden durften, konnten immer bloß notdürftige Besprechungen abgehalten werden“.
Das Jahr 1933 war ein großes Jahr für den GTEV „Eichenlaub“ Stamm Götting, wie der Vereinsname zwischenzeitlich lautete. Der Trachtenaufmarscb in München mit einem Großaufgebot war eines der schönsten Erlebnisse. Außerdem führte unser Trachtenverein anlässlich des Festzuges zur Stadterhebungsfeier in Bad Aibling am 25.06.1933 das Haberfeldtreiben auf. Ein Auszug daraus ist noch in unserem Besitz.
Leonhardifahrt in den 30 er Jahren
Die Meinungsverschiedenheiten über das „Fahnenquartier“ Götting oder Kirchdorf ziehen sich wie ein roter Faden durch die Eintragungen. Von Kirchdorf waren mehrere Trachtler Mitglied in Götting. Der 2. Weltkrieg „löste“ das Problem von selbst. Das Vereinsleben kam wieder für ca. 7 Jahre zum Erliegen. Sieben Trachtler mussten in diesem schrecklichen Krieg ihr Leben lassen:
Ludwig Huber, Georg Seidl, Josef Limmer, Josef Grabichler, Josef Weichenrieder, Sigmund Kriechbaumer, Xaver Eckleder.
Inzwischen war Johann Heidenthaler aus Sonnenwiechs zum ersten Vorstand gewählt worden. Am 15. Mai 1946 wurde das Vereinsleben wieder aufgenommen. Josef Eder wurde zum ersten Vorstand gewählt. Es wurden bereits – wenn auch unter erschwerten Bedingungen – die ersten Festlichkeiten besucht. Unstimmigkeiten brachte die Namensfestlegung des Vereins in „Götting-Kirchdorf“ bzw. in „Kirchdorf-Götting“. Es kam in der Versammlung zu keiner Einigung. Im Januar 1947 wurde Valentin Bichler zum ersten Vorstand gewählt. Unüberbrückbar schien die gegensätzlichen Meinungen zwischen den Mitgliedern aus Kirchdorf und Götting, was die Fahnen und Quartierverlegung und die Wahl des Vorstandes anbelangte. Die Folge davon war, dass die Kirchdorfer ihren Austritt aus dem GTEV „Eichenlaub“ Götting erklärten und geschlossen das Versammlungslokal verließen. So geschehen am 8. Mai 1948. Sie gründeten einen neuen Verein: „ D`Haunpolder“ Kirchdorf”
Erstes Trachtenfest nach dem Krieg 1948 in Kirchdorf
Am 19. Dezember 1948 wurde im Vereinslokal Mayer in Waith die Generalversammlung des GTEV „Eichenlaub“ Stamm Götting abgehalten. Dem neu gewählten 1. Vorstand Michael Gassner oblag es nun, den Verein neu aufzubauen. Es gelang ihm mit Unterstützung der Mitglieder, wieder Ruhe und Ordnung in den Verein zu bringen.
Im Jahre 1950 verwirklichte sich der Plan, eine Theatergruppe zu bilden. Mit lobenswertem Eifer gingen Mitglieder wie auch Nichtmitglieder zu Werke und konnten auch gute Erfolge verbuchen mit dem Stück „Der Geierhof“. Der Männergesangsverein Götting stellte dazu seine Bühne zur Verfügung. Der Erfolg blieb nicht aus, so dass auch die schmale Vereinskasse wieder etwas aufgebessert werden konnte. Bald reifte der Entschluss, die „Weiberleut“, soweit sie Lust und Freude hatten, bei halbem Beitrag in den Verein aufzunehmen.
Einige eifrige Mitglieder, besonders die jungen, hatten 1952 den Einfall, eine Maifeier mit Aufstellung eines Maibaumes abzuhalten. Als Baumstifter konnte Abraham Holzmeier aus Unterstaudhausen gewonnen werden. Ein paar Jahre später übernahm der Trachtenverein das Maibaumaufstellen, weil die Burschenschaft zu wenige Mitglieder hatte. Seither stellt unser Trachtenverein regelmäßig beim Gasthaus Flötzinger einen Maibaum auf. In der Herbstversammlung 1952 wurden Johann Kolb, Sebastian und Vigil Poschenrieder, Leonhard Sareiter und Peter Wiesböck zu Ehrenmitgliedern ernannt. Im Protokollbuch ist zu lesen: „Diesen Männern sind wir schuldig, ihr Werk, das sie uns in die Hände legten, weiter zu leiten und zu pflegen – so, wie sie es gepflegt und gehegt haben“ (Chrisian Schmied, Schriftführer).Beim Trachtenfest in Heufeld am 12.07.1953 war unser Verein mit 120 Trachtlern und Trachtlerinnen samt Musik mit großem Eifer dabei

Im Jahre 1955 beteiligte sich der Verein am Stiftungsfest der Oberlandler Bad Aibling, am Gaufest in Rosenheim sowie beim Festabend anlässlich des Sängertreffens im Rahmen des 50-jährigen Gründungsfestes des Männergesangsvereins. Erster Vorstand war inzwischen Franz Lengauer. Bei der Versammlung am 17. März 1955 wurde beschlossen, zum 50 jährigen Gründungsfest eine neue Fahne für 2.000,00 DM zu kaufen.
Am 20. und 21. Juli 1957 feierten wir dann die Fahnenweihe in Götting. Die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Franz Kögl. Das Ehrenamt der Fahnen-mutter bekleidete Ottilie Limmer und das der Fahnenbraut Anneliese Gassner. Als Patenverein konnte man den Nachbarverein „D’Neuburgler“ Vagen gewinnen, die mit 143 Trachtlern und Musik anwesend waren. Insgesamt beteiligten sich 21 Vereine mit über 660 Trachtlern an unserem Fest. Am Festabend bekamen die drei noch lebenden Gründungsmitglieder vom Gauausschussmitglied Dangl eine Ehrenurkunde ausgehändigt. Dies waren Balthasar Kolb (Kirchdorf), Sebastian Poschenrieder (Götting) und LeonhardSareiter (Waith).
Bilder von der Fahnenweihe am 20. und 21. Juli 1957 mit 50jährigem Gründungsjubiläum in Götting
Auftritt der Plattlergruppe beim Heimatabend 1957
Unsere zweite Fahne
Auf unserer zweiten Fahne sieht man auf der einen Seite das Bildnis des hl. Isidor, umrahmt von unserem Trachtenleitspruch. Auf der anderen Seite ist Götting vom Malerwinkel aus abgebildet, unser Vereinsname vom Stammverein, zwei Bayernwappen, sowie die Jahreszahlen 1906 bis 1957.
Gruppenfoto beim Unterschmied (Weigl) in Götting 1958
Auf Anregung von Michael Gaßner beschloss die Versammlung 1958, einen Bittgang oder Trachtenwallfahrt mit Gedenkmesse in der Filialkirche in Linden, abzuhalten. In diesem Jahr kam die erste Schalkfrau zum Verein. Im darauf folgenden Jahr wurde die Frauenquote stark angehoben. Es wurden 17 Miederdirndl und Frauenaufgenommen.
Gaufest in Bad Feilnbach (Wiechs) 1959
 1962 wurde nach 34 Jahren wieder eine Bettlhochzeit ausgerichtet.
 Trachtenfest in den 60 er Jahren
Öfters wurden mit der eigenen Vereinsmusik Meistpreise mit nach Hause geholt. Eine Trachtenjoppe bekamen wir beim Gaufest 1965 in Vagen. Durch den Unfall von drei Miederdirndl’n war die Stimmung aber gedrückt.In diesem Jahr löste Georg Blindhammer Franz Lengauer als 1. Vorstand ab, der zehn Jahre mit großem Eifer und Pflichtgefühl den Verein führte. Das 60. Gründungsfest wurde am 20. August 1967 im kleinen Rahmen mit den Patenvereinen Vagen und Westerham abgehalten. Doch wie vor 10 Jahren hatten wir wieder Regenwetter. Ehrenvorstand August Schmid aus Waith wurde am 6. November 1968 im Namen des Gauverbandes I für 50-jährige treue Mitgliedschaft das goldene Ehrenzeichenüberreicht. Am 8. November 1969 wurden bei der Generalversammlung die Vereinsstatuten geändert. Die Vorstandsmitglieder werden zukünftig nicht wie bisher jedes Jahr, sondern alle 3 Jahre gewählt. 1974 ehrte man acht Ehrenmitglieder für 50jährige und mehr Vereinstreue: Ehrenvorstand August Schmid, Michael Braun, Georg Wäsler, Lorenz Hermann, Leonhard Mair, Georg Riedl, Isidor Blindhammer, Michael Gaßner. In der Mitte der 70 er Jahre durften die Miederdirndln wieder zum Leachats fahren. Einmal waren sie in Reichersdorf und viele Male in Lippertskirchen
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Neuanfang bei den Miederdirndln (Fronleichnam 1981)
Am 6. November 1979 beschloss die Generalversammlung, am 27./28. Juni 1981 das 75. Gründungsfest mit Fahnenweihe abzuhalten. Der hierfür gewählte Fest- und Fahnenausschuss plante und organisierte dieses Fest in vorbildlicher undvorausschauender Weise unter der Leitung des 1. Vorstandes Georg Blindhammer, sowie derSchirmherrschaft durch Bürgermeister Karl Puff. Das Ehrenamt der Fahnenmutter übernahm Leni Kögl und das der Fahnenbraut Agnes Meixner. Die 3. Fahne fertigte für6.907,00 DM die Firma Kössinger. Wir hätten die neue Fahne gegen die alte 1. Fahne von 1906 eintauschen können. Dieser Tausch wurde Gott sei Dank nicht vollzogen. Seither wissen wir den Wert der alten Fahne. Unser Nachbarsverein „D’Mangfalltaler“ Heufeld wurde als Patenverein ausgewählt. Sie kamen am Festsonntag mit 117 Trachtlern und Musik zu Fuß über den Mangfallsteg. Insgesamt kamen 29 Vereine mit mehr als 2.100 Trachtlern, acht Musikkapellen und mehreren Festwägen. Für uns war es ein sonniger Jubeltag. Zu diesem Zeitpunkt zählte unser Verein 160 Mitglieder.
 Waither Stubnmusi am Festabend 1981 in Götting
 Festsonntag bei der Fahnenweihe 1981
 Gruppenfoto bei der Fahnenweihe 1981 beim Noima (Mayer) in Götting
 Unsere dritte Fahne
Auf der dritten Fahne ist auf der einen Seite eine Schalkfrau, ein Miadadirndl und Trachtenbua vor einem Feldkreuz zu sehen, sowie der Trachtenleitspruch „Sitt und Tracht der Alten, wollen wir erhalten“ und unser Vereinszeichen. Auf der anderen Seite ist Götting wieder vom Malerwinkel aus zu sehen und unten der hl. Isidor, sowie unser Vereinsname und die Jahreszahlen 1906 bis 1981.
 Auftritt der Aktiven beim Trachtenfest in Aßling 1981
Am 14. Mai 1982 ernannte 1.Vorstand Georg Blindhammer Michael Gaßner für sieben Jahre und Franz Lengauer für zehn Jahre Tätigkeit an der Vereinsspitze, zu Ehrenvorständen.
Am 8. Juli 1984 beteiligten wir uns sehr zahlreich am Inngaufest in Bruckmühl.
Wir erhielten als 2. Preis ein wertvolles Mieder überreicht. Vorstand Georg Blindhammer fuhr stolz mit seinem Haflingergespann den bäuerlich geschmückten Festwagen mit altem Pflug und einer prächtigen Erntekrone.
Auch der Volkstanz wurde aufgrund der Initiative von Michael Hanfstingl durch die vier Trachtenvereine vom Markt Bruckmühl wieder eifrig gepflegt.
Im November 1984 legte Georg Blindhammer sein Vorstandsamt nieder. 19 Jahre lang hatte der Schorsch als 1. Vorstand den Trachtenverein in vorbildlicher Weise geführt. Als Fähnrich begeisterte er davor Jahre die Zuschauer und die Trachtler. Dafür dankte ihm der neue Vorstand Andreas Kerschl. Am 21. Juli 1985 erzielte unser Verein beim Gaufest in Vagen den Meistpreis in Form einer Miesbacher Joppe. Wir kamen mit 180 Mitgliedern und einem Rossgespann.1986 war ein sehr ereignisreiches Jahr: unsere Plattlergruppe durfte im Mai nach Rom und Maschkito (Süditalien) zu einem Jugendaustausch reisen und im September trafen sich die Oberbayern und die Allgäuer auf der Viehscheid in Maierhöfen. Im November übernahmen unsere Kinder-, Jugend- und aktive Plattlergruppe, sowie Musik- und Gesangsgruppen des Trachtenvereins, einen großen Teil des Festprogramms, anlässlich der Einweihung der Mehrzweckhalle Götting. Das 80 jährige Gründungsfest wurde am 20. Juni 1987 mit den Paten- und Ortsvereinen im kleinen Rahmen gefeiert.
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Die Fehr-Dirndln beim Festabend vom Kirchdorfer Trachtenverein 1988
Am 20. Oktober 1989 fand erstmals wiederseit 1950 eine Theateraufführungstatt, die gut in der Bevölkerung ankam. Anita Blindhammer führte als Spielleiterin die Laienspielgruppe mit viel Eifer und Geduld.
Am 21. Oktober 1990 feierte der Gruber Sepp den 70. Geburtstag zu dem der Vorstand gratulierte. Der „Gruaba Sepp“ hatte „Jugend singt und musiziert“ ins Leben gerufen. Mit seiner Liebe zur echten Volksmusik hat er schon viele Kinder und Jugendliche „ abgerichtet“ und dafür begeistert. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.
Unser Trachtenverein feierte am 14. April 1991 im kleinen Rahmen sein 85 jähriges Bestehen mit den drei Patenvereinen, sowie den Nachbarsvereinen aus der Marktgemeinde. Eine wohl einmalige Ehrung für 70 jährige Vereinstreue, hätte der 94 jährige Michael Braun aus der Hand vom Gauvorstand Max Reitner (Gaukrügerl) entgegennehmen können. Leider war er zu dieser Zeit bettlägerig. Am 15. Mai 1991 wurde unser ehemaliger Vorstand Georg Blindhammer zum Ehrenvorstand ernannt.
Der Trachtenjugendtag des Landkreises Rosenheim fand am 13. Oktober 1991 in der Mehrzweckhalle Götting statt. Die Kleinen unserer Plattlergruppe zeigten, was sie schon gelernt hatten.
Im Alter von nur 55 Jahren verstarb am 3. Januar 1992 nach schwerer Krankheit unser Ehrenvorstand Georg Blindhammer. Eine schier unübersehbare Anzahl von Trachtlern und Trauergästen gaben ihm das letzte Geleit.
Am 8. Oktober 1993 fand das Gauliedersingen vom Gauverband I in der vollbesetzten Mehrzweckhalle in Götting statt. Gauliederwart Hansl Auer aus Hammerau führte die Sänger und Musikanten in seiner liebenswerten überzeugenden Trachtlerart durchs Programm. Für diesen besonderen Anlass haben die Göttinger Trachtler im Foyer und an der Bühne zur Verschönerung einen Erntedank - Blumen- und Früchteschmuck angebracht. Am 3. Oktober 1995 wurde unser „Gruber Sepp“ im Rahmen vom Vereinshoagscht zum Ehrenmitglied ernannt. Er bekam außerdem aus der Hand vom Gaupressewart Karl Wünsch das Goldene Gauehrenzeichen.
Göttinger Stubnmusi
Beim 2. Gaujugendtag vom Gauverband I am 29. Oktober 1995 in Traunstein durfte der Micheli-Gsang auftreten. Als Dank bekamen sie den Gaujugend-Taler
Gruppenfoto vom 90jährigen Gründungsfest beim Pfarrhof in Götting
Auftritt der Jugendgruppe am Heimatabend beim 90 jährigen Gründungsfest
Ein weiterer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte, war das 90 jährige Gründungsjubiläum am 29. und 30. Juni 1996. Mit dabei waren in unserem Verein über 200 aktive Trachtlerinnen und Trachtler. Am Festabend zeigten die verschiedenen Plattler-, Musik- und Gesangsgruppen von unserem Verein sowie der Patenvereine ihr Können. Über 2000 Trachtler aus 30 Vereinen waren erschienen, elf Musikkapellen und zahlreiche Ehrengäste und Zuschauer rundeten das Bild ab. Und so stand im Mangfallboten: „Ein Fest wie aus dem Bilderbuch“.
Gaufest in Westerham 1999
Im Juli 1999 nahmen wir sehr zahlreich beim Gaufest in Westerham teil. Unsere Rosserer der Georg Blindhammer, Leonhard Ellmayer jun. und Rainer Seifert ritten stolz dem 16. Zug voran. An dieser Stelle möchten wir allen Rosserern danken (auch Herbert Aicher), die immer an Ort und Stelle sind, wenn man sie braucht. In früheren Zeiten fuhren Georg Blindhammer sen., Martin Limmer sen., Hans Loidl und Sepp Seidl mit Ihren Rossgespannen. Am 19.November 1999 wurde das umgebaute Feuerwehrhaus eingeweiht. Seither finden die Plattlerproben, Ausschusssitzungen, Kleidertausch, Gesangsproben, Volkstanzkurs usw. hier statt.Im März 2000 folgten einige Aktive unserer Plattlergruppe der Einladung zum Trachtenfest nach Dresden. Der Volksmusikliederwart Hansl Auer vom Gauverband I war am 18. November 2000 mit mehreren Musiklehrern in Götting und hielt ein Seminar für unsere Sängerinnen und Musikanten ab. Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Tag für unsere Kinder und Jugendlichen.
Unser 95jähriges Gründungsfest wurde am 09./10. Juni 2001 in der Mehrzweckhalle in Götting im kleinen Rahmen gefeiert. Unsere Trachtenjugend gestaltete den Jubiläumsabend wieder in vorbildlicher Weise.
Am 5. Oktober 2002 wurden im Rahmen vom Vereinshoagascht Leonhard Mayr und Johann Gassner zu Ehrenmitgliedern ernannt. Außerdem bekamen Sie aus der Hand vonGauehrenvorstand Max Reitner das Goldene Gauehrenzeichen.
Im November 2002 wurde Jakob Meixner in der Herbstversammlung zum neuen 1.Vorstand gewählt. Unser langjähriger Vorstand Andreas Kerschl sen. stellte sich nach 18 Jahren Vorstand nicht mehr zur Wahl. Der Anderl wollte in Hinblick auf das 100jährige Gründungsfest, dass der neue 1. Vorstand genügend Zeit hat, sich in sein neues Amt einzuarbeiten.
In der Frühjahrsversammlung im Mai 2003 wurde Andreas Kerschl sen. zum Ehrenvorstand ernannt. Ihm wurde für seine langjährige und vorbildliche Tätigkeit als 1. Vorstand, Fähnrich und Revisor herzlich gedankt. Ebenso wurde Leonhard Mayer für fast 40jährige Tätigkeit als 2. Vorstand und Beisitzer zum Ehrenmitglied ernannt.
Beim Weisertweckenfahren zu unserem Vorstand Jakob Meixner im Juni 2003
Tief erschüttert hat uns am 23. Juni 2004 die traurige Nachricht, dass unser Anderl Kerschl friedlich entschlafen ist. Hatte er sich doch schon so auf das bevorstehende Gründungsfest gefreut und beim vorherigen Trachtenfest in Heufeld bereits Pläne geschmiedet. Schier unübersehbar war die Anzahl von Trauergästen und Trachtlerinnen und Trachtlern samt Fahnen auch der 18er Vereinigung, die unserem Kerschl Anderl das letzte Geleit gaben. Am 1. Mai 2006 war es wieder einmal so weit. Mit viel Irxnschmoiz wurde unser Maibaum beim Flötzinger Wirt in Götting aufgestellt.In der Frühjahrsversammlung am 10. Mai erhielten folgende Mitglieder besondere Ehrungen: Jakob Meixner sen. und Sebastian Poschenrieder wurden neben der 50jährigen Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. Auch Michael Hanfstingl ist zum Ehrenmitglied ernannt worden. Leonhard Mayer sen. (ist bereits Ehrenmitglied) und Georg Wäslerwurden für 50jährige Mitgliedschaft geehrt. Für besondere Verdienste bekamen Leonhard Mayer sen., Jakob Meixner sen. und Sebastian Poschenrieder aus der Hand von Hans Beham das goldene Gauehrenzeichen. Ferner wurden 15 Vereinsmitglieder für 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Dies waren Josef Eder, Georg Eisenreich sen., Ernst Kögl, Benno Kolb, Franz Limmer, Resi Mayer, Paula Meixner, Elisabeth Peinhofer, Hans Schmid, Georg Seidl, Erna Wäßler, Johanna Blindhammer, Isidor Kaffl sen., Georg Rechenauer und Anton Riedl.
Vorstände seit 1906
1906 Max Stadler 1906 - 1908 Georg Bauer 1908 - 1911 Leonhard Sareiter 1911 - 1913 Georg Ettenhuber, Peter Wiesböck, Vigil Poschenrieder 1913 - 1921 Baptist Schnitzenbaumer 1921 - 1928 August Schmid 1928 - 1938 Lorenz Peinhofer 1938 - 1939 Johann Heidenthaler 1946 Josef Eder 1947 - 1948 Valentin Bichler 1948 - 1955 Michael Gaßner 1955 - 1965 Franz Lengauer 1965 - 1984 Georg Blindhammer 1984 - 2002 Andreas Kerschl 2002 - 2011 Jakob Meixner jun. 2011 - Weber Hubert
Hoit ma zamm!
Treu dem guaden oiden Brauch.
Sitt und Tracht der Alten,
wollen wir erhalten
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